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Das erste Kapitel:

1.
Schaffen wir uns eine Papiergestalt, eine künstliche Figur, mit der man sich dennoch identifizieren kann. Schaffen wir uns eine Romanfigur, einen Herrn P. Geben wir ihm ein lilienweißes Hemd! Geben wir ihm eine Hose dazu! Ein betontes Kinn soll seinem Kopf etwas Draufgängerisches verleihen! Sein schwarzes Haupthaar sei am Scheitel gelichtet! Ein seltsamer Dingerich, Dünkel und Portz in einem soll diese Figur sein. Und jetzt wischen wir ihn groß. So wie ein smartphonegeübtes Kind im Zoo bei den Fischen mit den Fingern an der Scheibe wischt, um die Ansicht der Tiere zu vergrößern. Oma Weinzierl hat mir davon erzählt. Sie hätte das mit eigenen Augen gesehen. Jonas Langreuther, dem ich davon berichtete, meinte, das hätte Oma Weinzierl nicht selbst gesehen. Das sei ein urbaner Mythos. Sei's drum! Wischen wir uns Herrn P. groß! Jeder Mensch trägt ein Getümmel von Gedanken in sich, ein Gewürm aus Denkbewegungen und Gehirntätigkeit, so auch unsere Papiergestalt. Geben wir ihr also Gedanken in den Kopfund lassen wir sie träumen. Machen wir sie zum Ich-Erzähler!

 

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